Nachruf auf Peter Lammertz

Nachruf auf den Kreuzpfadfinder und ehemaligen Stammesführer und Stammesältesten

Peter Lammertz, genannt Taba.
* 12.4.1938  + 28.3.2018

 

In großer Trauer mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser Stammesmitglied Taba plötzlich und nach kurzer Erkrankung inmitten der Karwoche, am Mittwoch den 28.3.2018, friedlich im Schlaf verstorben ist. Im April wollte er seinen 80. Geburtstag feiern.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau, um die er sich bis zuletzt liebevoll kümmerte, sowie seinen drei Kindern und allen Angehörigen.

Taba verbrachte seine Kindheit und Jugend in Schönberg und trat dort der im Jahr 1953 gegründeten Gruppe der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands bei, die sich später den Namen Stamm Schwertlilie gab. Taba wirkte als Sippenführer und war seit 1954 auch Stammesführer, bevor ihn sein beruflicher Werdegang 1956 aus Schönberg wegführte.

Im Frühjahr 2006 erfuhren wir, dass es von 1953 bis 1957 diese Gruppe christlicher Pfadfinder in unserer Gemeinde gab. Taba wurde durch einen Zeitungsartikel auf uns aufmerksam. Aus diesem ersten Kontakt entstand eine enge Freundschaft. Unvergessen ist uns allen ein Jurtennachmittag im Pastorenbrook hinter unserer Kirche. Viele Mitglieder, Eltern und Freunde unserer Gruppe sind gekommen, um Tabas Worten über seine aktive Pfadfinderarbeit zu lauschen. Der Probsteier Herold berichtete sogar in einer zweiteiligen Serie über Tabas interessanten Vortrag.

„Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen.“

Seinen Lebensabend verbrachte er zusammen mit seiner Ehefrau in Kronshagen, doch besuchte er uns, wann immer es einrichten konnte. Taba war ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Er lebte den Gedanken des Lebenspfadfindertums Tag für Tag. Wir bewunderten ihn sehr dafür, dass er sich trotz des hohen Alters wieder reaktivieren ließ und ein festes Mitglied der 2005 neugegründeten Gruppe wurde. Er war uns ein treuer Freund und Pfadfinderbruder und stand uns als Stammesältester immer zur Seite, wenn wir seine Hilfe oder seinen Rat benötigten. Taba war uns ein wunderbares Vorbild, dass das Pfadfindersein keineswegs nach der Jugend aufhört. Die Losung der Pfadfinder Allzeit Bereit war ihm Richtschnur sein ganzes Leben lang.

Sein Tod, inmitten der Karwoche, kam für uns alle sehr überraschend. Wir sind endlos traurig über den Verlust unseres Pfadfinderbruders. Doch durch unseren Herrn Jesus Christus haben wir die Gewissheit, dass auf den Karfreitag Ostern folgen wird, dass auf den Tod die Auferstehung folgt, dass der Trauernde getröstet wird, dass letztendlich alle Tränen getrocknet werden.

Im Hebräerbrief heißt es: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.” (Hebr. 13,14)

Wir Christen leben in der Gewissheit, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Beginn des ewigen Lebens sein wird.

Unser Herr und Heiland Jesus Christus spricht:  „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.” (Joh. 11,25f)

Mit dieser Hoffnung wissen wir, dass unser Pfadfinderbruder Taba nun in Ruhe bei seinem Herrn und Heiland im Himmel weiterleben darf. Uns Pfadfindern fällt es schwer, den irdischen Pfad ohne Taba weiter beschreiten zu müssen. Doch wissen wir, dass wir uns eines Tages wieder sehen werden, wenn auch wir unsere Aufgabe erfüllt haben werden.

Ein letztes Gut Pfad, Dir, lieber Taba!

Für alle Schwestern und Brüder des Stammes Probst Friedrich,


Moritz Keppel, Stammesführer
Jan-Steffen Neurath, stellvertretender Stammesführer
Eberhard Kiefer, Stammesältester