Ausrüstungstipps

Auf dieser Seite sollen Sie Informationen über die Pfadfinderausrüstung finden.

Bewährte Pfadfinderausrüster

  • Hier gibt es eine PDF-Datei mit Angeboten, die der Ausrüster aus Eschwege für uns bereithält. Regelmäßig führen wir Sammelbestellungen durch.
  • In der Kieler Innenstadt gibt es einmal den „Reiseshop“.
  • Auch in der Nähe: „Unterwegs“
  • Beide bieten gute Beratung für wichtige Ausrüstungsgegenstände wie Rucksäcke, Schlafsäcke und anderes. Beide Geschäfte sind fußläufig vom Hbf zu erreichen.

Ausrüstungstipps – bewährt seit über 10 Jahren:

Wölflinge und neue Mitglieder kommen natürlich ersteinmal mit einer einfachen Ausrüstung zurecht. Vielleicht kann man improvisieren oder gebraucht und nach und nach anschaffen. Keine Angst, man benötigt nicht auf Anhieb die 101 prozentige Ausrüstung. Unsere Vorschläge machen sich z.B. auch richtig gut auf den kommenden Geburtstags- und Weihnachtswunschzetteln.

Die folgenden Tipps richten sich also primär an alle ab der Pfadfinderstufe, die regelmäßig auf Fahrt gehen und ins Zeltlager fahren.

Generell gilt: Ausrüstung immer am besten mit einem Namen markieren.

Liebe Eltern, liebe Pfadfinder, wir erzählen euch hier nix aus irgendwelchen Prospekten und Katalogen, sondern versuchen, unsere eigene, langjährige Fahrtenpraxis gebündelt wiederzugeben. Wer einmal nasse Schuhe oder einen nassen Schlafsack auf Fahrt oder im Zeltlager hatte, der weiß, wovon wir reden… Los geht’s also:

Schuhwerk: Wanderstiefel

Wer viel draußen ist und auch wandern geht, benötigt gutes Schuhwerk. Hierzu am besten ein Fachgeschäft aufsuchen und sich beraten lassen.

  • Wichtig ist die regelmäßige Pflege und Imprägnierung. Der beste Markenschuh für Phantastiliaden an Euro taugt nichts, wenn er nicht regelmäßig nach dem Gebrauch gereinigt und vor dem Gebrauch imprägniert wird – besonders an den Nähten.
  • Gute Wandersocken bewirken Wunder! Unbedingt dazu kaufen.
  • Wanderstiefel kann man im Winter, zusammen mit Wollsocken, auch gut als Winterstiefel im Alltag tragen.
  • Ersatzschuhe bleiben zuhause. Die benötigt man nicht – sie sind schlichtweg unnötiger Ballast. Dafür ist es aber unerlässlich, seine Wanderstiefel gut zu pflegen (s.o.). Allerdings bietet es sich an, ein Paar Outdor-Sandalen mitzunehmen. Die wiegen fast nichts, sind aber praktisch, da man mit ihnen z.B. auch bei steinigem Untergrund gut in’s Wasser zum Baden gehen kann.

Wanderrucksack

Auch hier gilt: am besten in’s Fachgeschäft gehen, Einsatzbereich erklären, sich beraten lassen. Rucksäcke müssen immer gut auf die Körpergröße des Tragenden eingestellt sein.

  • Außentaschen sind gut geeignet, kleineres Zeug zu verstauen.
  • Empfehlenswert ist es, zwei bis vier Packriemen/Spannriemen mitzunehmen. So kann man Isomatte, Kohtenbahn und/oder Kochgeschirr problemlos von außen an den Rucksack schnallen.

Das Beutel-Prinzip

Bewährt haben sich verschiedene Stoffbeutel und/oder durchsichtige Klarsichttüten mit Zippern. Mit diesem System kann man im Wanderrucksack gut Ordnung halten.

  • Manchmal gibt es bei Tschibo und Co. günstige Wäschebeutel. Ein normaler Leinenbeutel tut es aber auch: Wäsche/Material kann dann thematisch gepackt werden:
  • Einen Beutel für Schmutzwäsche nehmen.
  • Einen Beutel für T-Shirts, einen für Socken, einen für Unterwäsche etc.
  • Schließbare Plastiktüten (Zip-Beutel) bieten sich an für alles, was nicht nass werden darf, z.B. der Beutel mit den Streichhözern und dem Zunder, oder ein Beutel mit Senfkornbibel, Papier und Stift. Weiterer Vorteil: man sieht sofort, was drin ist. Gibt es im Drogeriemarkt.

Der Schlafsack

Wissenswertes zum Schlafsack findet man auf dieser Webseite.

  • Beim Transport den Schlafsack immer stopfen, niemals (!) rollen – das bekommt der Schlafsackfüllung gar nicht gut.
  • Wer leicht friert: Wollsocken im Schlafsack anziehen, den Schlafsack bis zum Kopf zuziehen, ggf. eine Wollmütze tragen – die meiste Wärme verliert man nämlich über den Kopf!
  • Zuhause den Schlafsack gut lüften, dann über einen Bügel gelegt im Schrank aufbewahren, möglichst nicht in der Hülle lassen.

Isomatte

  • Aufblasbare Isomatten zuhause nicht zusammengerollt im Packsack aufbewahren, sondern am besten im ausgerollten Zustand belassen, Ventil öffnen und unter’m Bett oder hinter’m Schrank legen/stellen (dort, wo es nicht stört).
  • Ein leichter Biwacksack kann Wunder bewirken und (aufblasbare – da gehen leicht Löcher rein!) Isomatte und Schlafsack in der Kohte vor Schmutz oder Löchern schützen.

Hygiene

  • Mindestens ein kleiner Beutel (erwähnten wir, dass Zip-Beutel unglaublich praktisch sind?) mit Zahnpasta, Zahnbürste, Waschlappen und Seba Med sollte dabei sein.
  • Warum Seba Med? Wenn wir in der Natur unterwegs sind und über keinen Wasseranschluss mit Abwasser verfügen, schadet herkömmliches Duschgel der Natur. Seba Med bekommt man in jedem Drogerieladen, am besten das 2-in-1 nehmen.
  • Bei größeren Touren haben wir uns angewöhnt, gemeinsam eine Kulturtasche für die ganze Sippe mitzunehmen – warum auch achtmal Zahnbasta mitnehmen? Jeder nimmt dann nur sein persönliches Zeug (Zahnbürste, Waschlappen, Handtuch) mit. Das wird vorher abgesprochen.
  • Merke: ein kleineres Handtuch trocknet viel schneller als ein großes. Und es wiegt weniger und nimmt weniger Platz weg.

Klamotten vom Militär?

Der Kenner wird jetzt sagen: Was das Militär herstellt und benutzt, dass muss doch total robust und tauglich für Draußen-Aktivitäten sein. Das mag sein. Wir Pfadfinder sehen uns aber als Friedenspfadfinder – und da kommt es nunmal nicht gut, wenn ein paramilitärisch gekleideter Haufen Jugendlicher in der Öffentlichkeit auftaucht. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Den olivgrünen Poncho und das Kochgeschirr nutzen wir von der Bundeswehr. Beides wirkt aber auch sehr dezent und hat sich tatsächlich im Fahrten- und Lageralltag bewährt.

Bundeswehr-Poncho

Einsatzbereiche:

  • Als Regenponcho beim Wandern (Vorteil: die sind so groß, dass sowohl der Pfadfinder als auch sein Wanderrucksack darunter passen).
  • Als Unterlegplane in der Kohte (vier, am besten zusammengeknüpft, decken gut den Boden einer Kohte ab).
  • Als Abdeckplane einer Kohte. Man muss also keine mit auf Fahrt mitschleppen.
  • Als Notfallbiwak.
  • Zum Lagerfeuerholz-Transport im Wald: Poncho hinlegen, Holz raufwerfen, zu zweit zurück zur Lagerfeuerstelle tragen.
  • Als Notfall-Trage: Zwei Holzstangen nehmen, Poncho drauf, Seiten gut einschlagen. Ein verletzter kann so ein Stück weit getragen werden. Zur Not vielleicht zwei Ponchos oder eine Kohtenbahn nehmen.
  • Tipp: am besten mit einem Edding markieren (Namen), da alle Ponchos (fast) gleich aussehen…

Bundeswehr-Kochgeschirr

(Koschi genannt), ebenfalls vielseitig einsetzbar:

  • Man kann sein Besteck drinne verstauen.
  • Deckel ist auch als Tasse benutzbar.
  • Eignet sich als zusätzlicher Topf auf Fahrt, um z.B. Soße oder Tee zu kochen.
  • Unterwegs als Lunchbox einsetzbar.
  • Praktisch mit einem Spannriemen am Rucksack von außen zu befestigen.
  • Übrigens: man kann fünf-in-eins Bestecksets o.ä. kaufen. Besser: einen alten Löffel und eine ausrangierte Gabel von zuhause nehmen und in das Koschi tun. Als Messer nimmt man sein Fahrtenmesser, was man ohnehin am Mann hat. Oder an der Frau.

Messer

Wer die Messerprüfung bestanden hat, darf ein Fahrtenmesser führen. Viele von uns schwören auf die Opinel-Messer.

Pullover/Troyer

Ein blauer Troyer (Seemannspulli) sieht chic aus und hält gut warm. Vor allem der Kragen schützt vor Wind. Nachts kann man den auch im Schlafsack über das Schlaf-T-Shirt anziehen. Gibt es im Landmarkt in Schönberg!

Jungenschaftsjacke (Juja)

Die pfadfinderische Jacke schlechtin. Aus Kohtenstoff gefertigt hält sie auch Regen ab. Gibt es beim Ausrüster in Eschwege.

Kurze Hose

Im Sommer ist eine kurze (am besten schlicht: dunkelblaue oder schwarze Stoffhose) die Wahl Nummer eins. Lange Hosen haben nämlich den Nachteil, dass die Beine leicht nass werden und die Hose so den ganzen Tag lang klamm ist. Kurze Hose anziehen; wer friert, zieht dicke Socken und Stulpen an.

Pfadfinderhut

wird auch, wegen seiner Form, Zitronenpresse genannt. Vorteile:

  • Schütz bei Sonne.
  • Hält Regen ab = wegen der breiten Krempe.

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